{"id":617,"date":"2012-04-15T15:55:46","date_gmt":"2012-04-15T13:55:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bachstrasse2.de\/?page_id=617"},"modified":"2012-04-16T20:11:03","modified_gmt":"2012-04-16T18:11:03","slug":"sudafrika-1999-reisetagebuch","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.bachstrasse6.de\/?page_id=617","title":{"rendered":"S\u00fcdafrika 1999 Reisetagebuch"},"content":{"rendered":"<p>Los ging es am <strong>23. September<\/strong> um 18.10 Uhr in Stuttgart. \u00dcber London direkt nach Kaptstadt, wo wir am Morgen des <strong>24. September<\/strong> landeten. Nach dem Einchecken in der St. Johns Waterfront Lodge ging es zuerst zur Waterfront und in die Stadt. Wegen des Heritage Days war aber in Downtown Cape Town eher Tote Hose. Nur ein Fest auf der Grand Arcade sorgte f\u00fcr etwas Abwechslung. Noch kurz ein Blick ins Castle of Good Hope und dann Abendessen in der Waterfront. Wichtigste Abendbesch\u00e4ftigung war das Einrichten unserer Elektroger\u00e4te auf das spezielle s\u00fcdafrikanische Steckersystem. Die Flachstecker passten auf die Adapter, die wir nach langem Suchen gefunden hatten, doch was tun, wenn man einen breiten Stecker hat?<\/p>\n<p>Whale Whatching in Hermanus war am <strong>25. September<\/strong> geplant. Doch zun\u00e4chst schauten wir uns das Rhode&#8217;s Memorial an und fr\u00fchst\u00fcckten schlie\u00dflich im Groot Constantia. Die zu uns genommene Grundlage wurde auch sofort ben\u00f6tigt, denn die erste Weinprobe schloss sich an. Danach an den Indischen Ozean und weiter in Richtung Hermanus. Auf dem Weg dahin gab es am Stony Point bei Bettys Bay schon mal eine riesige Pinguinkolonie als Vorgeschmack auf die hei\u00dfersehnten Wale. In Hermanus angekommen blieb uns aber, wie den vielen anderen Schaulustigen, nur der erfolglose Blick aufs Meer. Die Wale hatten sich wohl \u00fcber das Wochenende frei genommen und aus dem Staub gemacht.<\/p>\n<p>Der Tafelberg hatte mittlerweile seine Tischdecke abgezogen, weshalb wir diese Gelegenheit am Morgen des <strong>26. September<\/strong> gleich nutzen wollten. Die Leistungsgruppe zu Fu\u00df in 90 Minuten, die F\u00f6rdergruppe mit der Bahn in f\u00fcnf Minuten. F\u00fcr alle aber ein toller Ausblick und viele putzige Klippschliefer auf dem Plateau. Zur\u00fcck ging es gemeinsam mit der Bahn. Der erste Teil der Southafrica-Shopping-Challenge bescherte uns eine ganze Herde Giraffen, wovon Papa und Mama (ca. 150 cm gro\u00df) gleich per Schiff in Richtung Deutschland geschickt wurden. \u00dcber den Chapmans Peak Drive, entlang der Atlantikk\u00fcste f\u00fchrte uns der Weg zum Cape of Good Hope und zum Capepoint. Auf der R\u00fcckfahrt fanden wir sogar noch in der False Bay, die in Hermanus geflohenen Wale. Der Tag endete mit einem vietnamesischen Abendessen und dem Blick auf Cape Town by Night vom Signal Hill aus.<\/p>\n<p>Einen Tag fr\u00fcher als geplant packten wir unsere sieben Sachen und machten uns schon am <strong>27. September<\/strong> auf den Weg into the great wide open. Bei bestem Wetter gab es zum Abschied den ber\u00fchmten Table View vom Bloubergstrand aus. Beeindruckend! \u00dcber die Autobahn ging es in das Herz der Winelands nach Paarl. Ein H\u00e4ppchen Kultur am Afrikaans-Monument und dann Weinproben bei Fairview, Landskroon und Nederburg. Drei Proben vor dem Mittag sind halt doch nicht ohne, was wir auch deutlich gemerkt hatten. Zur\u00fcckhaltung war geboten! Ein kurzer Abstecher \u00fcber Boschendaal nach Stellenbosch und schlie\u00dflich nach Franschhoek. Wir hatten Gl\u00fcck und erwischten einen urigen Bungalow, wo der Abend bei Spaghetti, Kaminfeuer und Ligretto auskling.<\/p>\n<p>Am <strong>28. September<\/strong> ging es zun\u00e4chst zur\u00fcck auf die Autobahn Richtung Karoo. Eine Zwangsumleitung brachte uns noch nach Ceres (der gleichnamige O-Saft begleitete uns noch bis zum Schluss), eine Pause gab es in Matjesfontein. \u00dcber einen scheinbar endlosen Highway \u00e1 la USA ging es bis nach Prince Albert, wo dann Schluss mit der Teerstra\u00dfe war. Die Sandpiste des Swaartberg-Passes begann nun und bot uns Ausblicke auf faszinierende Gesteinsformationen und die reizvolle Umgebung der kleinen + gro\u00dfen Karoo. Tagesziel war Oudtshoorn, die Stadt der Strau\u00dfe. Nachdem das Zimmerroulette entschieden war, gab es zum Abendessen nat\u00fcrlich ein Strau\u00dfensteak.<\/p>\n<p>Aber wenn man schon Strau\u00df gegessen hat, dann m\u00f6chte man ja auch mal einen Strau\u00df sehen. Aus diesem Grund besuchten wir am <strong>29. September<\/strong> die Cango Ostrich Farm. Wir erfuhren, woran man weibliche und m\u00e4nnliche Strau\u00dfe erkennt, f\u00fctterten sie mit Mais und testeten die Belastbarkeit eines Stra\u00dfen-Ei. Reiten konnte man auch, doch die durften wollten nicht und die die wollten durften nicht. So ein Strau\u00df hat halt eine maximale Zuladung von 70 kg. \u00dcber den Montagu Pass ging es dann nach George. Einkaufen und ein Besuch beim Golden M und weiter bis nach Wilderness ans Meer. Nachdem wir im Wilderness NP unser H\u00e4uschen bezogen hatten, ging es an den Strand. Dort war es halt doch ziemlich k\u00fchl + windig und weniger zum Sonnen + Baden geeignet. Als Ersatz liehen wir uns Kanus aus und schipperten ein wenig im Wilderness Nationalpark herum. Die Boerewors, eine s\u00fcdafrikanische Spezialit\u00e4t, stand am Abend auf der Speisekarte, doch einen kulinarischen Genuss bereitete uns diese Mahlzeit nicht unbedingt. Zum Nachtisch wurde Tabu gespielt und besonders die Beschreibung des Begriffs &#8222;Flirten&#8220; sorgte f\u00fcr \u00dcberraschung und Begeisterung.<\/p>\n<p>Um den &#8222;Boerewors-Alptraum&#8220; zu verdauen gab es am n\u00e4chtsten Morgen des <strong>30. September<\/strong> erst mal eine kleine Wanderung im Nationalpark. Weiter entlang der Garden Route bis nach Knysna. Bernhard Peichl&#8217;s idyllisches B&amp;B gab es leider nicht mehr, dennoch fanden wir eine nette Unterkunft, die sogar\/leider einen deutschen Besitzer hatte. Nachdem mal wieder Waschstunde war, ging es nach Brenton-on-Sea an den Strand. Einfach herrlich! Etwas k\u00fchl im Wasser, aber geniale Wellen. Nach den vielen Kilometern im Auto tat es auch wirklich gut, mal einen Mittag so richtig zu faulenzen. Unser Gastgeber bestand nat\u00fcrlich auf einen Drink mit ihm und seiner Frau und reservierte uns auch gleich gro\u00dfz\u00fcgigerweise Pl\u00e4tze in einem Restaurant in Knysna. Wir fuhren also schon leicht beschwipst zum Dinner, wo schon die n\u00e4chste Flasche auf uns wartete. Als Hauptspeise wurde uns eines der letzten Nyalas serviert, das dennoch sehr gut schmeckte.<\/p>\n<p>Zum Abschluss unseres Aufenthalts in Knysna schauten wir uns am <strong>1. Okober<\/strong> noch den den Eingang der Lagune von Knysna die s.g. &#8222;The Heads&#8220; an. \u00dcber das Nature Valley fuhren wir weiter in den Tsitsikamma Costal NP. Obwohl ohne Vorbuchung, meinte es die Parkverwaltung gut mit uns und wir durften in ein geniales Cottage des Storms River Mouth Camps direkt am Meer einziehen. Nach einem Vortrag von Dr. Schmidt im OpenAir-Classroom spazierten wir zur Suspension Bridge und einem Aussichtspunkt. Zum Erholen dann noch ein Sprung ins k\u00fchle Nass des zum Park geh\u00f6rigen Pools. Selfmade-Fisch zum Abendessen, interessante Diskussionen und den Sternenhimmel \u00fcber dem Indischen Ozean direkt vom Bett aus. Was will man mehr?<\/p>\n<p>Als Fr\u00fchsport wollten wir dann am <strong>2. Oktober<\/strong> am Tsitsikamma-Halbmarathon teilnehmen, doch daf\u00fcr konnte man sich leider nicht mehr anmelden. Schade, die <a title=\"Laufen\" href=\"http:\/\/www.bachstrasse2.de\/?page_id=5\">GeBaJo&#8217;s<\/a> in S\u00fcdafrika am Start, das w\u00e4re schon der Hammer gewesen. Doch kein Problem, denn der Waterfall Trail wartete ja auch noch auf uns. Spektakul\u00e4r \u00fcber die Felsen entlang der K\u00fcste bis zum Wasserfall &#8211; for fit persons only! Danach raus dem Park bis zum Zwischenstop mit Picknick am Strand von Jeffreys Bay. Auf den Spuren der Springboks weihten wir das neuerstandene Rugby-Ei nat\u00fcrlich gleich am Strand ein. \u00dcber Port Elizabeth kamen wir schlie\u00dflich an den Rand des Addo Elephant NP. Durch eine geschickte Verhandlungstaktik war an diesem Abend bei der \u00dcbernachtung in zwei Riesenzimmern sogar das Abendessen<br \/>\ninklusive.<\/p>\n<p>Am <strong> 3. Oktober<\/strong> n\u00e4chsten Morgen dann hinein in den Addo Elephant NP, doch die Ern\u00fcchterung war gross. Keine Elefanten weit und breit, daf\u00fcr nur &#8222;bl\u00f6de&#8220; Strau\u00dfe. Auf einmal ging es dann aber los. Wie aus dem Nichts kamen rund vierzig Elefanten jeder Gr\u00f6\u00dfe und stampften zielstrebig auf ein Wasserloch zu. Dort dann gemeinsames Duschen und Einschlammen. Genial! Nach diesem ersten Teil der Big Five, war Graaff-Reinet das Tagesziel. Man g\u00f6nnt sich ja sonst nichts, weshalb wir an diesem Abend im Drostdy-Hotel speisten und uns ein 7-G\u00e4nge-Men\u00fc auftischen lie\u00dfen (auch wenn wir teilweise nur zu dritt waren).<\/p>\n<p>Nachdem wir zu Beginn des <strong>4. Oktober<\/strong> wieder zu viert waren, gab es gleich nach dem Fr\u00fchst\u00fcck einen Abstecher in&#8217;s Valley of Desolation, mit herrlichen Blicken auf eine bizarre Canyon-Landschaft. Noch kurz ein Bild mit einer Kamera die uns nicht geh\u00f6rt und<br \/>\ndirekt weiter zum Mountain Zebra NP. Allerlei Impalas, Springgb\u00f6cke, B\u00fcffel und nat\u00fcrlich Strau\u00dfe; zwei Zebras sahen wir nur aus weiter Entfernung. Auf der Autobahn unterhielten wir uns Stadt, Land, Flu\u00df + eindeutig zweideutigen Wortspielen, was die lange Fahrt nach Bloemfontein, unserem Tagesziel, recht schnell vorbeigehen lie\u00df.<\/p>\n<p>Land gewinnen war am <strong>5. Oktober<\/strong> angesagt, denn der Kr\u00fcger NP ruft! Deshalb ging es schnellstm\u00f6glich vorbei an Johannesburg (was so wohl auch sicherer war) bis nach Sabie. Der Gedanke an Kanada lag hier besonders nahe, da Sabie inmitten riesiger W\u00e4lder liegt. Zu faul zum Selberkochen, war an diesem Abend mal wieder Fast Food angesagt.<\/p>\n<p>Gut gelaunt mit deutsch-griechischen Schlager im Munde schauten wir uns am <strong>6. Oktober<\/strong> zuerst die L\u00e4den in Sabie an. Und auch unterwegs wurde fast jede Einkaufsm\u00f6glichkeit genutzt, obwohl unser Kofferraum immer voller wurde. Das Naturlerlebnis kam aber nicht zu kurz, denn den Lone Creek Waterfall und die Mac Mac Falls haben wir auch noch angeschaut. In Pilgrim&#8217;s Rest gab es eine Kaffeepause und auch unser Auto durfte mal unter die Dusche. Wir mussten die eifrigen Autow\u00e4scher geradezu abhalten, sonst w\u00e4re unser Toyota wohl f\u00fcnfmal geputzt worden. Es folgten tolle Ausblicke auf den Pinnacle, bei God&#8217;s Window und beim Wonder View und der Berlin Waterfall zum Abschluss. In Graskop residierten wir schlie\u00dflich wieder mal in einen tollen Bungalow und es gab einen leckeren Rigatoni-Auflauf zum Abendessen + Fr\u00fchst\u00fcck.<\/p>\n<p>Vor dem gro\u00dfen Tierfestival im Kr\u00fcger NP sollte es am <strong>7. Oktober<\/strong> noch einmal einen etwas ruhigeren Tag geben, da vor allem unser Chauffeur nicht bester Gesundheit war und ihm dies sicherlich gut getan hat. Zwischen diversen Verkaufst\u00e4nden besichtigten wir die Bourke\u2019s Luck Potholes (ein paar Busse waren auch da), sahen die Three Rondavels und den Blyde River Canyon und kamen endlich mal in eine Gegend die auch nach Afrika aussah. Es ging dann bis nach Phalaborwa an den Rand des Kr\u00fcger NP.<\/p>\n<p><strong>8. Oktober<\/strong>. Morgenstund hat Gold im Mund! Das gilt vor allem f\u00fcr die Tiere im Kr\u00fcger NP, die nicht warten, bis sich der urlaubende Mitteleurop\u00e4er aus seinem Bett erheben m\u00f6chte, sondern mit dem Sonnenaufgang aktiv werden. Deshalb \u00f6ffnet der Park auch um 5.30 Uhr und zu dieser Zeit standen wir auch am Phalaborwa Gate. Vorher nat\u00fcrlich noch duschen, packen und ein Telefonat in Ehren kann niemand verwehren. Nach der ersten Info durch einen Ranger, ging es los mit diesem einzigartigen Tiererlebnis. \u00dcber die Camps von Mopani und Letaba kamen wir schlie\u00dflich zum Olifants Camp. L\u00f6wen, Zebra, Giraffen, Krokodile, Nilpferde, Elefanten und vieles mehr, gleich am ersten Tag. Ein stimmungsvoller Sonnenuntergang \u00fcber dem Olifants River und das schon erwartete Impala-Steak zum Dinner. Doch Impala war aus (verwunderlich bei so vielen Impalas im Park), das Kudu-Steak als Ersatz war etwas z\u00e4h und konnte nicht unbedingt weiterempfohlen werden.<\/p>\n<p>Vom Olifants Camp aus ging es am <strong>9. Oktober<\/strong> nun in s\u00fcdlicher Richtung weiter. Zuerst nach Satara, wo die Theke der Information eine heftige Belastungsprobe standhalten musste und wir fast des Parks verwiesen wurden. Der Grund? Wir hatten einen Verlust zu beklagen. Nicht etwa unseren Fahrer, zwei Kisten Wein oder die Autan-Gro\u00dfpackung, nein es war ein Reisef\u00fchrer. Auf die n\u00e4heren Vergessensumst\u00e4nde wird hier nicht weiter eingegangen, dieses den netten Parkangestellten in Skukuza zu verklickern war schon schwer genug. Mister Joseph Shai von der Lost Properties-Abteilung wird wahrscheinlich noch heute den Reisef\u00fchrer als Bettlekt\u00fcre nutzen. Nashorn-Land empfing uns nun, doch gelang es uns nicht mehr, das letzte noch fehlende Mitglied der Big Five zu Gesicht zu bekommen. Aber heute ist nicht alle Tage, wir kommen wieder keine Frage!<\/p>\n<p>Wir mussten aber dennoch nicht mehr lange auf die Rhinos warten, schon gleich nach dem Start am <strong>10. Oktober<\/strong> kamen sie aus dem Geb\u00fcsch. So nahe, dass es beinahe ins Auto gespritzt h\u00e4tte. Die Big Five waren nun also komplett! Die Fahrt ging weiter Richtung Nordwesten und wir waren schon gegen Mittag im Pretoriuskop Camp. Unsere Pl\u00e4tze f\u00fcr den Night Drive hatten wir schon reserviert, so dass wir uns gem\u00fctlich an den Pool legen konnten. Der abendlich Nightdrive war nat\u00fcrlich eine besondere Attraktion. W\u00e4hrend man sonst um 18.00 Uhr im Camp sein musste ging es nun erst los. Ein romantischer Sonnenuntergang an einem Wasserloch und dann wurden die Scheinwerfer ausgepackt. Ein Leopard, ein paar Nash\u00f6rner, ein Elefant und vieles mehr lief uns auch in der Dunkelheit \u00fcber den Weg. Mit Grillen vor unserer H\u00fctte ging der letzte Abend im Kr\u00fcger NP zu Ende.<\/p>\n<p>Das Verbschiedungskomitee bildeten am <strong>11. Oktober<\/strong> ein paar Impalas bevor wir den Kr\u00fcger NP am Numbi Gate endg\u00fcltig verlie\u00dfen. \u00dcber Whiteriver und Nelspruit kamen wir schlie\u00dflich nach Barberton, wo dann bald wieder Schluss mit der geteerten Stra\u00dfe war. \u00dcber eine spektakul\u00e4re rund 40 km lange Sandpiste (auf der wohl sonst nur LKW fahren) holperte unser Toyota bis nach Josephsdaal wo wir S\u00fcdafrika verlie\u00dfen und die Grenze zu Swasiland passierten. Von der Wand des Grenzpostens begr\u00fc\u00dfte uns der Vater vom Prinz von Zamunda und der nette Zollbeamte gab uns noch ein paar Tipps f\u00fcr unseren n\u00e4chsten Urlaub in Swasiland. Das Protea Hotel war nicht so berauschend, die Polizei von Piggs Peak wollte uns ein Ticket anh\u00e4ngen, doch unserer Lieblingsbesch\u00e4ftigung, dem Einkaufen, konnten wir auch hier ohne Probleme nachgehen. Zur\u00fcck in S\u00fcdafrika fuhren wir noch bis Ermelo, wo wir auch \u00fcbernachteten.<\/p>\n<p>Die letzte gr\u00f6\u00dfere Fahrtstrecke brachte uns dann am <strong>12. Oktober<\/strong> von Ermelo bis nach Durban zur\u00fcck an den Indischen Ozean. Unser letztes Lager schlugen wir aber nicht direkt in Durban, sondern ein paar Kilometer weiter in Umhlanga Rocks auf. Ausnahmsweise mussten wir wirklich eine Weile nach unserem letzten Quartier suchen, fanden dann aber trotzdem eine gewohnt ansprechende Unterkunft. Unser Auto wurde ausger\u00e4umt, doch es blieb die Frage wie wir alles in unsere Taschen verstaut bekommen. Chinesisch war zum Abendessen angesagt, wobei besonders der Jasmin-Tee unseres Patienten einen bleibenden Eindruck hinterlie\u00df.<\/p>\n<p>Nachdem wir ja nicht in Durban wohnten, wollten wir uns aber am <strong>13. Oktober<\/strong> auf jeden Fall noch ein bisschen in Durban umschauen. Erstes Ziel war der Indian Market. Allerlei Gew\u00fcrze und vor allem die uns schon nachhaltig bekannten Holz- und Steintiere, die auch am vorletzten Tag die Einkaufswut noch nicht bremsen lie\u00dfen. Manch einer stellte fest, dass er ja eigentlich noch gar nichts eingekauft hatte (!) und dies ja unbedingt noch nachholen m\u00fcsse. Die Geduld und Handlungsbereitschaft der Standbesitzer wurde dabei mitunter einer starken Pr\u00fcfung unterzogen. Danach ging es zur Strandpromenade und wen wundert es, gleich wieder zur\u00fcck zum Indian Market. Auch ein Strafzettel der Durban City Police st\u00f6rte uns nicht, denn wir konnten ja nicht ohne Souvenirs wieder nach Hause kommen. Gegen Abend noch ein paar wehm\u00fctige Blick aufs Meer beim Umhlanga Lighthouse und ein allerletztes Essen in S\u00fcdafrika.<\/p>\n<p>Der letzte Tag in S\u00fcdafrika, der <strong>14. Oktober<\/strong>, viel zu schnell war er da. Um vor den Flugstrapazen noch mal richtig Luft zu holen und zu entspannen ging es in Umhlanga an den Strand. Leider war es mehr ein Sandstrahlgebl\u00e4se, doch ein Sprung in die Wellen war trotzdem drin. Danach gab es noch mal eine Dusche und unser Gep\u00e4ck wurde flugfertig gemacht. Ein letzter Drink in Umhlanga und dann zum Flughafen von Durban. Auto abgeben und die gro\u00dfe Frage: Haben wir \u00dcbergewicht? Zumindest unser Gep\u00e4ck hatte bei vier Personen Acht Kilo zuviel. Kein Wunder bei der Einkauforgie. Um 19.20 Uhr startete dann unsere Maschine in Richtung Johannesburg. Was macht man mit zwei Stunden Aufenthalt? Nat\u00fcrlich einkaufen. Es gab scheinbar immer noch Platz in unserem Handgep\u00e4ck. Um 22.00 Uhr kam dann der endg\u00fcltige Abschied von S\u00fcdafrika.<\/p>\n<p>Fr\u00fch morgens am <strong>15. Oktober<\/strong> kamen wir in London Heathrow an, doch ein Zugungl\u00fcck in London machte unseren Plan, noch auf einen Sprung in die City zu fahren, zunichte. Das Heathrow-Shuttle (15 Minuten vom Airport zum Paddington Bahnhof) fuhr leider<br \/>\nnicht und mit der normalen U-Bahn h\u00e4tte es zu lange gedauert. Wir mussten also die Zeit am Flughafen totschlagen. Mit McDonalds, allerletztem Einkaufen, Aktenstudium und Kartenschreiben ging das aber ganz gut. Mit der Rugby-Nationalmannschaft von Neuseeland bekamen wir sogar noch richtige Promis zu sehen. Nochmal kurz ins Flugzeug, ein bisschen Zittern ob das Gep\u00e4ck auch mitgekommen ist und Deutschland hatte uns wieder. Alle Taschen und Rucks\u00e4cke waren angekommen und nachdem die Eink\u00e4ufe verteilt waren, ging es heim nach Karlsruhe, Bilfingen und Stein.<\/p>\n<p>Nachtrag I<\/p>\n<p>Rund sieben Wochen nach Aufgabe bei der Post in Kapstadt sind auch die beiden Riesen-Giraffen gl\u00fccklich und fast unversehrt in Deutschland angekommen. Auch der vergessene Reisef\u00fchrer ist nach Auskunft von Mister Shai von der Lost Properties-Abteilung in Skukuza auf dem Weg in die Heimat. Zwei Postkarten hat die s\u00fcdafrikanische Post verschlampert, ein Duschgel hat in Kaptstadt bestimmt einen Nachbesitzer gefunden und die Sigg-Flasche wird sicherlich weiterhin auf Weltreise gehen.<\/p>\n<p>Nachtrag II<\/p>\n<p>6.12.1999: Am Samstag, 04.12.1999, sind nun auch die beiden letzten Postkarten aus Kapstadt in Deutschland eingetroffen. Seltsamerweise die beiden, die als erste geschrieben worden sind. Abgestempelt wurden sie erst am 28.11.1999, doch wo haben sie die Wochen dazwischen verbracht?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Los ging es am 23. September um 18.10 Uhr in Stuttgart. \u00dcber London direkt nach Kaptstadt, wo wir am Morgen des 24. September landeten. Nach dem Einchecken in der St. Johns Waterfront Lodge ging es zuerst zur Waterfront und in die Stadt. Wegen des Heritage Days war aber in Downtown Cape Town eher Tote Hose. [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":433,"menu_order":2,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-617","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bachstrasse6.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/617","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bachstrasse6.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bachstrasse6.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bachstrasse6.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bachstrasse6.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=617"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.bachstrasse6.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/617\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":691,"href":"https:\/\/www.bachstrasse6.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/617\/revisions\/691"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bachstrasse6.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/433"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bachstrasse6.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=617"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}