{"id":416,"date":"2012-04-14T19:16:40","date_gmt":"2012-04-14T17:16:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bachstrasse2.de\/?page_id=416"},"modified":"2012-04-15T00:20:26","modified_gmt":"2012-04-14T22:20:26","slug":"mexiko-2000-tagebuch","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.bachstrasse6.de\/?page_id=416","title":{"rendered":"Mexiko 2000 Reisetagebuch"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>P\u00fcnktlich um 6.00 Uhr stand am Morgen\u00a0 des <strong>10. Oktober<\/strong> Uri\u2019s Airport-Shuttle vor der T\u00fcr und brachte uns gewohnt zuverl\u00e4ssig zum Flughafen nach Frankfurt. W\u00e4hrend Torsten wieder Richtung K\u00f6nigsbach bzw. in Richtung Bank d\u00fcste, checkten wir ein und bekamen unsere\u00a0Bordkarten. Rechtzeitig waren wir an unserem Gate und sa\u00dfen dann auchabflugbereit in der Boeing 767 der Condor, die uns nach Mexiko bringen sollte. Im Tower war aber scheinbar unser Flug noch nicht an der Reihe, weshalb wir noch eine Stunde auf das Abheben warten mussten. \u00dcber England, Schottland, Gr\u00f6nland,\u00a0Kanada und die USA kamen wir dann nach Mexiko, wo wir in Canc\u00fan mit Versp\u00e4tung, aber sicher landeten. Nach dem wir unseren Einreisestempel hatten, startete das\u00a0immer wieder mit Spannung erwartete Kofferroulette. Unsere Koffer waren praktisch die letzten die ausgeladen wurden, aber sie waren da, also kein Grund zur Panik. Mit einem Shuttle-Bus ging es noch eine dreiviertel Stunde nach Playa del Carmen, wo wir in unserem Domizil f\u00fcr die n\u00e4chsten zwei Wochen, dem Hotel El Tucan, abgesetzt wurden. Unser Zimmer war soweit o.k., wenn auch ohne Fernseher (verschmerzbar), ohne Klimaanlage (es war doch sehr schw\u00fcl), aber zumindest mit\u00a0einem sch\u00f6nen Balkon mit Blick auf Pool und Hof. Nach dem Auspacken zog es uns zuerst einmal ans Meer und ein erster Bummel durch Playa del Carmen schloss sich an. Das Abendessen gab es im \u201eLa Parrilla\u201c, wo eine Mariachi-Gruppe\u00a0gleich f\u00fcr das richtige mexikanische Feeling sorgte.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>Die erste Nacht im neuen Domizil war auch ohne Klimaanlage ganz angenehm, trotzdem wiesen wir die Rezeption darauf hin, dass uns ja eigentlich schon ein Zimmer mit Klimaanlage zustand. Als erstes\u00a0wollten wir dann aber am <strong>11. Oktober<\/strong> in Playa del Carmen Downtown erfahren, was die Mietwagen + Busfahrten so kosten und wie es mit Fl\u00fcgen nach Cozumel, Palenque und Tikal aussieht. Diese sind allerdings doch sehr teuer, so dass wir Palenque + Tikal von unserem Ausflugsprogramm strichen und Cozumel eben mit der F\u00e4hre besucht wird. Nachdem wir die richtige Telefonzelle f\u00fcr die gekaufte Telefonkarte gefunden hatten, war auch Bilfingen \u00fcber unsere gute Ankunft in Mexiko informiert. Danach einmal den Strand entlang, bis zum El Tucan Beach Club, wo wir am Mittag die ersten Sonnenstunden genossen. Der Anblick war gigantisch und\u00a0das jedes Mal. Ein T\u00fcrkisblau, das man nur schwer beschreiben kann, dazu der feine wei\u00dfe Sand. Was will man mehr? Als Abendessen gab es im \u201eYaxche\u201c einen k\u00f6stlichen in\u00a0Bananenbl\u00e4ttern ged\u00fcnsteten Fisch.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>Am <strong>12. Oktober<\/strong> hatten wir als erstes Ausflugsziel die Maya-Anlage von Tul\u00fam ausgew\u00e4hlt. Ready for Take Off, durchkreuzte uns die Hotelrezeption zun\u00e4chst einmal unsere Pl\u00e4ne schon sehr fr\u00fch am Morgen dort zu sein. Man hatte jetzt ein Zimmer mit Klimaanlage f\u00fcr uns organisiert, das ab dem Mittag zur Verf\u00fcgung stehen sollte. F\u00fcr uns hie\u00df es nun in aller Eile alles Ausgepackte wieder einzupacken. Echt stressig und der Schwei\u00df lief schon am Morgen in Str\u00f6men. Nachdem dies erledigt war, ging es aber zum Busterminal, von wo uns ein Mayab-Bus zur Zona Arqueol\u00f3gicas nach Tul\u00fam brachte. Beim Touristenzentrum sahen\u00a0wir noch die Valadores (\u201efliegende Menschen\u201c), die sich kopf\u00fcber an Seilen h\u00e4ngend von einem Mast herabdrehen. Die Geb\u00e4ude von Tul\u00fam verlieren zwar den Vergleich mit Uxmal und Chich\u00e9n Itz\u00e1, doch die Lage direkt am t\u00fcrkisblauen Karibischen Meer hat auf jeden Fall ihren eigenen Reiz. Zwischen den herangekarrten Busgruppen war es zwar manchmal nicht einfach bzw. schlicht unm\u00f6glich ein personenfreies Bild zu schie\u00dfen, dennoch war es trotz leichtem Nieselregen ein gelungener erster Besuch in der Welt der Maya. Zur\u00fcck nach Playa del Carmen brachte uns wieder ein Mayab-Bus. Im Hotel angekommen, gab es nun das erw\u00fcnschte neue Zimmer mit Klimaanlage. Sie funktionierte zwar bestens, doch lag das Zimmer im Erdgeschoss genau auf Stra\u00dfenh\u00f6he, was nat\u00fcrlich nicht sehr berauschend war. Also ohne auszupacken zur\u00fcck und zum Gl\u00fcck bekamen wir unser altes Zimmer wieder. Zwar ohne Air Condition aber daf\u00fcr ruhig und mit Blick auf Garten + Pool. Auf dieses Hin &amp; Her folgte im \u201eEl Chino\u201c ein reell und gutes Abendessen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>Da der Sonnenbrand des ersten Strandtages noch deutlich zu sp\u00fcren war, stand am <strong>13. Oktober<\/strong> Canc\u00fan auf unserem Programm. Von Playa del Carmen f\u00e4hrt alle 20 Minuten ein Bus in die Tourismusmetropole Yucat\u00e1ns, so dass es hier so gut wie keine Wartezeiten gibt. Einfach zum Busterminal, Ticket kaufen, einsteigen und los. Nach knapp einer Stunde Fahrt ist man dann am flughafen\u00e4hnlichen Busterminal von Canc\u00fan, direkt an der Avenida Tul\u00fam. Wir suchten die L\u00e4den dieser Hauptgesch\u00e4ftsstra\u00dfe und gerieten an einen aufmerksamen Mexikaner, der uns diese auch zeigen wollte. Obwohl er uns in eine total entgegengesetzte Richtung gef\u00fchrt hatte, war er dann mit einem Dollar als Trinkgeld nicht einverstanden und verlangte frech nach mehr. Unglaublich, vor allem da wir die gesuchten L\u00e4den schlie\u00dflich auch selbst fanden. Wir schauten uns ein bischen um, wollten aber weiter zur Zona Hotelera. Dorthin gelangt man mit einem der im Minutentakt fahrenden R-1 Busse (eine Fahrt f\u00fcr 5 Pesos) und zumindest f\u00fcr eine\u00a0einmalige Sightseeing-Tour sollte man sich Zeit nehmen. Entlang des rund 20 km langen Boulevard Kukulc\u00e1n reiht sich ein Luxushotel an das andere. Hilton, Sheraton, Hyatt, alles was Rang und Namen hat. Absoluter Wahnsinn! Dazwischen jede Menge Souvenirl\u00e4den und vollklimatisierte Shopping Malls \u00e0 la USA. Nachdem wir uns am Handeln beteiligt hatten und auch f\u00fcndig wurden, brachte uns der\u00a0Riviera-Bus zur\u00fcck nach Playa del Carmen. Bei \u201eSenor Froggs\u201c direkt an der F\u00e4hranlegestelle gab es zum Dinner einem \u201eTequilla-Fisch\u201c und Live-Musik. Die Band und der DJ in den Pausen sorgten f\u00fcr gute Stimmung und f\u00fcr die Nebensaisonzeit f\u00fcr so was wie eine richtige Party.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>Am <strong>14.\u00a0Oktober<\/strong> war der Sonnenbrand soweit abgeklungen, dass wir uns wieder an den Strand wagten. Da der Wind zu stark blies, blieben die Sonnenschirme leider eingepackt. Doch mit den Erfahrungen des ersten Strandtages im Kopf waren wir dieses Mal etwas vorsichtiger. Wie einem unsichtbaren Uhrzeiger folgend drehten sich um uns herum die Liegen, um zu jeder Zeit die maximale Sonnenportion abzubekommen. Erstaunlicherweise beteiligten sich an diesem Kollektiv-Grillen nicht nur S\u00fcdl\u00e4nder, sondern genauso viele teilweise wirklich hellh\u00e4utige Holl\u00e4nder, Schweden o.\u00e4. Verr\u00fcckt! Nachdem an diesem Tag die Br\u00e4une die R\u00f6te besiegt hatte, ging es zum Abendessen ins \u201e100% Natural\u201c, sch\u00f6n in so einer Art Baumhaus gelegen. Danach schauten wir noch mal bei \u201eSenor Froggs\u201c auf einen Drink vorbei und wurden gleich von den gutaussehenden Kellnerinnen in eine Polon\u00e4se verwickelt. Ja is\u2018 denn schon Fasching?<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>Station Nummer Zwei auf unsere Expedition durch das Maya-Land war am <strong>15. Oktober<\/strong> Cob\u00e1. Die dortige Anlage steht nicht so auf dem Programm der Bus-Touren wie zum Beispiel Tul\u00fam oder Chich\u00e9n Itz\u00e1 und ist auch nicht so \u201etouristengerecht\u201c hergerichtet, aber auch sie hat ihren speziellen Charme. \u00dcber Tul\u00fam Pueblo brachte uns der Bus nach Cob\u00e1 wo wir gerade mal mit zwei anderen Fahrg\u00e4sten ausstiegen. Man bekommt schon den Eindruck \u201ein the middle of nowhere\u201c gelandet zu sein, denn au\u00dfer zwei Restaurants und Souvenirl\u00e4den gibt es nur ein\u00a0paar H\u00e4user in Pueblo Cob\u00e1. Da die Bauwerke mitten im dichten Dschungel liegen, sollte man auf festes Schuhwerk achten und unbedingt ein gutes Moskitoschutzmittel dabei haben. Nachdem wir uns deshalb noch eine frische Flasche Autan besorgt hatten, kamen wir nach einem kurzen Spaziergang zum\u00a0Eingang der Zona Arqueol\u00f3gicas. Auch in Cob\u00e1 ist wie bei den meisten anderen Anlagen Sonn- und Feiertags der Eintritt frei, weshalb wir uns an diesem Tag die 30 Pesos Eintritt gespart hatten. Der Rundgang f\u00fchrte uns zun\u00e4chst vom Eingang zur Grupo de Cob\u00e1. Die nahezu 25 Meter hohe Pyramide La Iglesia, konnte man leider nicht mehr besteigen, doch daf\u00fcr sahen wir gleich daneben zum ersten Mal einen Maya &#8211; Ballspielplatz. Weiter ging es ca. zwei Kilometer durch den Dschungel bis zur Grupo Macanxoc. Man sp\u00fcrte f\u00f6rmlich die Iguanas, Fr\u00f6sche und Schlangen, die rechts und links des Weges im Unterholz unterwegs waren und das Autan bremste zum Gl\u00fcck die \u00e4u\u00dferst angriffslustigen Moskitos. \u00dcber die Grupo de las Pinturas kamen wir schlie\u00dflich zur Grupo Nohoch Mul. Wie herbeigezaubert stand auf einmal die Pyramide El Castillo vor uns, die mit 42 Metern zu den h\u00f6chsten der Halbinsel Yucat\u00e1n z\u00e4hlt. In der Morgensonne sorgten die 128 Stufen schon f\u00fcr reichlichen Schwei\u00dffluss, aber die Aussicht von oben ist wirklich grandios. Am meisten Spa\u00df macht es nat\u00fcrlich, den anderen Besuchern beim Heraufschnaufen zuzusehen. Zur\u00fcck am Eingang folgte der \u00fcbliche Bummel durch die Souvenirl\u00e4den und ein Mittagsh\u00e4ppchen, bevor uns der Bus wieder \u00fcber Tul\u00fam Pueblo zur\u00fcck nach Playa del Carmen brachte. Ein interessanter Tag ging mit dem Abendessen im \u201eLos Almendros\u201c zu Ende.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck. wollten wir uns am <strong>16. Oktober<\/strong> zuerst einmal um unser Auto f\u00fcr die Fahrt nach Uxmal und Chich\u00e9n Itz\u00e1 k\u00fcmmern. Wir hatten schon die Tarife der zahlreichen Autovermieter abgecheckt und landeten schlie\u00dflich bei Holiday Rent A Car, die in der einfachsten Kategorie f\u00fcr einen VW K\u00e4fer 34 Dollar pro Tag verlangten. Ziel an diesem Tag sollte jedoch die Playa del Carmen vorgelagerte Insel Cozumel sein. Beim Warten auf die F\u00e4hre um 11.00 Uhr kamen wir mit einem Engl\u00e4nder ins Gespr\u00e4ch, der daraufhin erkl\u00e4rte, dass er die Deutschen seit vorletzten Samstag nicht besonders gut leiden konnte. Klar war der deutsche Sieg in Wembley ein harter Schlag f\u00fcr jeden englischen Fu\u00dfballfan, doch r\u00e4umte auch unser englischer Freund ein, dass das darauffolgende 0:0 der Engl\u00e4nder gegen Finnland fast noch peinlicher als die Niederlage gegen Deutschland war. Trotz bestem Wetter, schaukelte die F\u00e4hre ganz ordentlich hin und her, brachte uns aber sicher nach San Miguel de Cozumel. Nachdem wir die erste Welle der Autovermieter und Touranbieter \u00fcberstanden hatten, peilten wir bei einem Drink zuerst einmal die Lage. Gem\u00e4\u00df den Empfehlungen des Reisef\u00fchrers besorgten wir uns dann f\u00fcr die Tour um die Insel einen Motorroller. Der Vermieter stattete uns mit schmucken Helmen aus und wollte uns noch Tipps f\u00fcr die besonders sehenswerten Str\u00e4nde geben. Wichtiger war aber, dass der Roller fit war, denn besonders die Federung sollte mit uns beiden noch eine wahre Belastungsprobe erleben. Mika Wessinger \u00fcbernahm schlie\u00dflich das Steuer und musste sich zuerst einmal im dichten Stadtverkehr orientieren. Weg von San Miguel ging es entlang der K\u00fcste, vorbei an unz\u00e4hligen Tauchbasen und einem vor Anker liegenden Kreuzfahrtschiff. Das Traumschiff l\u00e4sst gr\u00fc\u00dfen. Kurz schauten wir auch in El Cedral vorbei, doch die dortige Maya-Ruine war als solche nur schwer auszumachen und deshalb auch nicht so der Bringer. Da wir unser Schwimmzeug dabei hatten, wollten wir eigentlich auch ein bischen Baden, doch weder der Playa San Francisco noch der Playa Palancar riss uns vom Hocker. Zudem war es an diesem Tag auch wieder irrsinnig hei\u00df. Am S\u00fcdende von Cozumel kamen wir dann zum Parque Ec\u00f3logico Punta Sur. Er besteht aus einer Lagune, die ein bedeutendes Vogelbrutgebiet ist. Daneben gibt es Reste von Maya-Siedlungen und einen tollen Leuchtturm. Wir bestiegen den Leuchtturm, von dem man einen herrlichen Blick \u00fcber die s\u00fcdliche Inselspitze und auf das Karibische Meer hinaus hat. Von einem Steg, der in die Lagune hineinf\u00fchrte, konnten wir sogar noch Krokodile beobachten. Ayrton Frei \u00fcbernahm nun das Cockpit und steuerte den Roller mehr oder weniger aufmerksam der Ostk\u00fcste entlang. Obwohl es kilometerlang geradeaus geht, wird es kaum langweilig, denn der Blick auf die tosende Brandung ist wirklich spektakul\u00e4r. Irgendwo dort landeten im Jahre 1518 auch die von Kuba kommenden Spanier zum ersten Mal auf dem Boden des heutigen Mexikos. Zur\u00fcck in San Miguel gaben wir den Roller ab und Ralf freute sich schon auf den bevorstehenden Sonnenuntergang, der dann aber leider doch hinter den Wolken stattfand.\u00a0Beim\u00a0 Bummel durch die L\u00e4den entdeckte ich ein Plakat, das f\u00fcr den Cozumel-Marathon warb. Als GeBaJo zuckte es mir nat\u00fcrlich sofort in den Beinen, hatte ich doch auch am Strand von Playa del Carmen ein paar Trainingsl\u00e4ufe absolviert. Doch am Veranstaltungstag, dem 12. November 2000, waren wir ja schon l\u00e4ngst wieder daheim in Deutschland und ich musste mit dem Karlsbader Volkslauf Vorlieb nehmen. Mit der F\u00e4hre ging es schlie\u00dflich um Acht zur\u00fcck nach Playa del Carmen, wo es im &#8222;Los Rancheros&#8220; Abendessen gab.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>Nachdem es mit Palenque und Tikal nichts wurde, wollten wir uns aber auf jeden Fall die gro\u00dfen Maya-Anlagen von Uxmal und Chich\u00e9n Itz\u00e1 nicht entgehen lassen. Daf\u00fcr hatten wir uns ja schon einen VW K\u00e4fer reserviert, den wir am Morgen des <strong>17.\u00a0Oktober<\/strong> abholten. Der VW K\u00e4fer bzw. VW Sedan wie er hier hei\u00dft, ist das mexikanische Auto schlechthin. In Mexiko gebaut ist er ein wahrer Volkswagen, denn rund die H\u00e4lfte der herumfahrenden Autos sind K\u00e4fer. Auch ohne Klimaanlage, L\u00fcftung, Radio aber immerhin mit Wegfahrsperre ist es einfach total spa\u00dfig damit zu fahren und der Motorsound tut das \u00dcbrige dazu. Mit dem Angestellten des Autoverleihs protokollierten wir alle vorhandenen Dellen und fuhren danach direkt zur Tankstelle, denn hier lautete die Devise: Leer bekommen, Leer zur\u00fcckgeben! Wir packten noch kurz und dann ging es mit Ayrton Frei am Steuer auf die Reise. Bis Tul\u00fam Pueblo noch auf dem angenehm zu fahrenden K\u00fcstenhighway Mex 307, bevor in Richtung Cob\u00e1 Schluss mit lustig war. Die Stra\u00dfe nach Nuevo X-Can bot neben vielen Schlagl\u00f6chern vor allem jede Menge Topes, eine mexikanische Spezialit\u00e4t zur Geschwindigkeitssenkung. Meist in Ortschaften sind hier dicke Schwellen aufgeteert bzw. einfach Taue \u00fcber die Stra\u00dfe gespannt. Da diese Hindernisse oft nur schwer erkennbar waren (f\u00fcr den einen eher, f\u00fcr den anderen sp\u00e4ter), rauschten wir doch \u00fcber diesen und jenen Topes, was schon bei Geschwindigkeiten um 50 km\/h ordentliche Schl\u00e4ge lie\u00df. Weg von der K\u00fcste f\u00fchrte die Stra\u00dfe kilometerlang durch dichtbewaldete Gebiete, mit nur vereinzelten\u00a0Siedlungen unterwegs. \u00dcber Nuevo X-Can kamen wir nach Valladolid, wo Mika Wessinger das Steuer \u00fcbernahm. Wir g\u00f6nnten uns einen kleinen Luxus und fuhren bis M\u00e9rida auf der mautpflichtigen Mex 180 D. Den Mexikanern ist das in der Regel zu teuer, weshalb au\u00dfer ein paar Bussen und Mietwagen von Touristen so gut wie kein Verkehr war. Gegen Nachmittag hatten wir dann Uxmal erreicht und\u00a0machten uns zuerst einmal auf Quartiersuche. Das Motel Rancho Uxmal, ca. vier Kilometer vor der Anlage war zwar preislich unschlagbar, doch waren die Zimmer vorsichtig beschrieben wirklich sehr schlicht. Direkt am Eingang der Ruinen gibt es noch vier weitere Hotels, die besonders von den Reisegruppen genutzt werden. Wir w\u00e4hlten letztendlich das Hotel Villas Arqueol\u00f3gicas, das zum Club Med geh\u00f6rt. Wir konnten noch einen Nebensaison &#8211; Rabatt aushandeln und bezahlten schlie\u00dflich 500 Pesos f\u00fcr das Doppelzimmer. Von dort waren es wirklich nur ein paar Schritte bis zum Eingang der Maya-Anlage Uxmal. Da schon relativ sp\u00e4t am Tag, waren die durchreisenden Touristen schon wieder weg und nur wenige Besucher verteilten sich auf dem weitl\u00e4ufigen Gel\u00e4nde. Zusammen mit dem Licht des Sp\u00e4tnachmittags gab dies eine herrliche Atmosph\u00e4re. Vorbei an der Pir\u00e1mide del Adivino (Pyramide des Zauberers bzw. des Wahrsagers), die leider im Moment renoviert wird und deshalb nicht bestiegen werden kann, f\u00fchrte uns unser Rundgang zun\u00e4chst zum Cuadr\u00e1ngulo de las Mojas, dem \u201eNonnen-Viereck\u201c. Dort wo sich in allen Ritzen vielfarbige Iguanas tummeln, findet immer abends eine Licht- und Tonshow \u00fcber die legendenhafte Entstehungsgeschichte Uxmals statt. Wir \u00fcberquerten den Juego de Pelota, den Ballspielplatz, hier in der Rasenvariante und kamen zur Gro\u00dfen Pyramide. Ist man oben, hat man eine imposante Aussicht \u00fcber die Anlage und die Landschaft der Umgebung. \u00dcber das \u201eTaubenhaus\u201c (El Palomar) kamen wir zum Palacio del Gobernador, dem \u201ePalast des Gouverneurs\u201c, der wohl mittlerweile haupts\u00e4chlich von Flederm\u00e4usen und dergleichen bewohnt wird. Egal wo in der Anlage, einfach nur dastehen und die Bilder aufsaugen: Herrlich! Nach gut zwei Stunden erfrischten wir uns mit einem Drink im Besucherzentrum und gingen zum Hotel zur\u00fcck. Die Sonne war noch nicht untergegangen, so dass wir uns noch ein paar Minuten am Pool g\u00f6nnten. Da auch schon der Reisef\u00fchrer das Tagesmen\u00fc empfahl, blieben wir zum Essen \u201edaheim\u201c im Hotel Villas Arqueol\u00f3gicas.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>Am <strong>18. Oktober<\/strong> l\u00e4utete schon fr\u00fch der Wecker, denn schlie\u00dflich wollten wir noch vor dem gro\u00dfen Ansturm in Chich\u00e9n Itz\u00e1 sein. Im Morgennebel ging es zur\u00fcck \u00fcber M\u00e9rida zu Yucat\u00e1n gr\u00f6\u00dfter Maya-Anlage. Ralf hatte inzwischen auch die L\u00f6sung f\u00fcr unser Tankproblem gefunden, Ross Brawn k\u00f6nnte glatt neidisch werden. Das Auto sollte \/ durfte ja mit leerem Tank zur\u00fcckgegeben werden, doch war die Frage wie man das hinbekommt, ohne dem Autovermieter zuviel Benzin zu schenken und trotzdem nicht kurz vor dem Ziel liegenzubleiben? Die L\u00f6sung war einfach: Auf der Hinfahrt reichte uns ja von Playa del Carmen aus eine F\u00fcllung bis nach M\u00e9rida und auf der R\u00fcckfahrt m\u00fcsste bei \u00e4hnlicher Route genauso eine Tankf\u00fcllung gen\u00fcgen. Wir tankten also einfach an der selben Tankstelle\u00a0noch einmal voll und erreichten Playa del Carmen am Abend auch ohne schieben zu m\u00fcssen. Dies war nun gekl\u00e4rt, jedoch besch\u00e4ftigte uns schon das n\u00e4chste Problem. Unsere Bargeldvorr\u00e4te waren auf ein paar wenige Pesos zusammengeschrumpft. Zum Geldwechseln in M\u00e9rida war es noch zu fr\u00fch gewesen und auch in Pist\u00e9, sozusagen der Vorort von Chich\u00e9n Itz\u00e1, war keine ge\u00f6ffnete Wechselstelle zu finden. Uns blieb schlie\u00dflich keine andere Wahl, als im Besucherzentrum der Maya-Anlage zu einem wirklich haarstr\u00e4ubenden Kurs zu tauschen. Wir l\u00f6sten unsere Tickets und standen schon kurz danach vor der Kukulk\u00e1n-Pyramide, dem Wahrzeichen von Chich\u00e9n Itz\u00e1. Was der Eiffel-Turm f\u00fcr Paris ist, ist sie f\u00fcr Yucat\u00e1n, auch in Sachen kommerzieller Ausschlachtung. Noch hatte der Ansturm der Busgruppen, die von Canc\u00fan hier her kommen, nicht eingesetzt und wir konnten das alles in allem rund 8 qkm gro\u00dfe Gel\u00e4nde zun\u00e4chst in relativer Ruhe genie\u00dfen. \u00dcber die Gr\u00fcnder und ersten Erbauer von Chich\u00e9n Itz\u00e1 gibt es keine gesicherten Erkenntnisse, nur Mutma\u00dfungen und Legenden. Eine davon datiert die Gr\u00fcndung auf 514 nach Christus. Neben den Geb\u00e4uden selbst, beeindruckten vor allem die bautechnischen Details, die die Maya mit eingebaut hatten. Sonnenst\u00e4nde, Soundeffekte und jede Menge Zahlensymbolik. Wahnsinn, wenn man bedenkt, welche Mittel den Erbauern zur Verf\u00fcgung standen. Zuerst einmal besichtigten wir das Juego de Pelota, den Ballspielplatz, der mit einer Grundfl\u00e4che von 168 auf 70 Meter einer der gr\u00f6\u00dften Mesoamerikas ist. Klatscht man in der Mitte die H\u00e4nde, schallt das Echo siebenfach wider. Vorbei am Templo de Jaguares (Tempel des Jaguars) kamen wir zum Cenote Sagrando. Die Cenote, sind Wasserl\u00f6cher, die f\u00fcr die Maya im topfebenen Yucat\u00e1n die Versorgung mit Trinkwasser gew\u00e4hrleisteten. Der Cenote Sagrado (der Heilige Cenote) wurde jedoch vielmehr f\u00fcr religi\u00f6se Zwecke genutzt, weshalb man sp\u00e4ter unz\u00e4hlige Gegenst\u00e4nde und Opfergaben aus Silber, Gold, Jade, Holz, Ton, Obsidian, aber auch ein paar Dutzend Skelette und Sch\u00e4del im schlammigen Grund fand. Doch nun zog es uns ebenfalls zur Kukulk\u00e1n-Pyramide. 91 Stufen f\u00fchren auf 25 Meter H\u00f6he und schon das alleine sorgt bei einer Neigung\u00a0von 45 Grad f\u00fcr reichlich Nervenkitzel bei manchem Besucher. Dazu noch die dr\u00fcckende Hitze in der prallen Sonne, kein Wunder, dass ein Krankenwagen bereitsteht. Es ist wirklich interessant auf welch&#8216; unterschiedliche Weise man die Treppenstufen hoch oder runter bew\u00e4ltigen kann. Neben ein paar netten Einblicken, der pr\u00e4chtigen Aussicht \u00fcber die gesamte Anlage, bekamen wir nahezu ungl\u00e4ubige Bewunderung als wir v\u00f6llig normal und aufrecht die Stufen hinabstiegen. Unter der Kukulk\u00e1n-Pyramide befindet sich eine etwa 16 Meter hohe Vorg\u00e4ngerpyramide, in die man auch einsteigen kann. Durch einen stickig-hei\u00dfen, schmalen Gang kommt man zu einem Raum mit zwei Steinskulpturen, einem zinnoberroten Jaguar und ein Chac Mool. Wieder im Freien ging es nun zum Templo des los Guerreros (Tempel der Krieger) und zur Grupo de las Mil Columnas (Gruppe der Tausend S\u00e4ulen). Weiter zur Pyramide El Osario (Beinhaus) und zum El Caracol, dem Observatorium. Obwohl sie keine optischen Instrumente besa\u00dfen, nahmen die Maya bereits durch Visiereinrichtungen und logischem Denkverm\u00f6gen astronomische Beobachtungen vor. Noch mal zog es uns auf die Pyramide, denn am Blick \u00fcber die Anlage kann man sich nur schwer satt sehen. Mit den Informationen aus dem Reisef\u00fchrer und dem Lauschen von deutschen + englischen F\u00fchrungen wurden wir auch bestens mit den Informationen zu den einzelnen Geb\u00e4uden versorgt. Im Besucherzentrum st\u00e4rkten und erfrischten wir uns, gaben der entt\u00e4uschten Tellert\u00e4nzerin aber kein Trinkgeld, denn schlie\u00dflich standen wir bei ihrem Auftritt noch in der Schlange. Wir waren insgesamt rund vier Stunden unterwegs und davon lohnte sich wirklich jede Minute. \u00dcber Valladolid brachte uns Mika Wessinger zusammen mit unserem \u201eHerbie\u201c auf der Mex 180 D Richtung Canc\u00fan. Das einzig nennenswerte Verkehrshindernis war dabei eine etwa handgro\u00dfe Spinne, die sich aufgrund des geringen Verkehrsaufkommens auch f\u00fcr die Autobahn entschieden hatte. In Playa del Carmen gaben wir den K\u00e4fer zur\u00fcck und der Mitarbeiter vom Autoverleih protokollierte sorgf\u00e4ltig den Kilometerstand, obwohl der Kilometerz\u00e4hler \u00fcberhaupt nicht funktioniert hatte. Nachdem auch ich wieder liquide war, lie\u00dfen wir diese tolle Tour wie gewohnt mit Abendessen und Absacker ausklingen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>Nach zwei Tagen \u201eon the road\u201c war am <strong>19.Oktober<\/strong> erst einmal wieder Beachlife angesagt. Wir waren schon zeitig am Beach Club, weshalb wir auch problemlos einen Sonnenschirm bekamen. Zudem war es an diesem Tag nicht so stichig sondern eher bew\u00f6lkt, was zwischendurch mal ganz <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>angenehm war. Abendessen gab es im \u201eBlue Lobster\u201c. Trotz nicht so berauschender Kritik im Reisef\u00fchrer setzten wir auch noch den Wasserfreizeitpark Xel-H\u00e1 auf unser Urlaubsprogramm. Wir hatten uns deswegen schon bei so ziemlich allen Touranbietern auf der Quinta Avenida nach den Preisen f\u00fcr einen Tagesausflug erkundigt und buchten schlie\u00dflich zwei All &#8211; Inclusive &#8211; Tickets.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>Nach Xel-H\u00e1 ging es dann am <strong>20. Oktober<\/strong>. Wir hatten die All-Inclusive-Variante gew\u00e4hlt, mussten uns dabei aber selbst um die Fahrt um Park k\u00fcmmern. Am schnellsten ging es mit einem Collectivo, einer Art Sammeltaxi, das abf\u00e4hrt wenn es voll ist. Den Mittelpunkt des Parks von Xel-H\u00e1 bildet eine Meeresbucht, die mit fingerf\u00f6rmigen Lagunen und vielen kleinen Inselchen zum angeblich gr\u00f6\u00dften Aquarium der Welt wird. In der Anlage erwarten den Besucher etliche Restaurants und f\u00fcr die Bequemlichkeit sorgen Liegest\u00fchle, H\u00e4ngematten, Duschen, Schlie\u00dff\u00e4cher usw. Man kann gegen einen stolzen Aufpreis mit Delphinen schwimmen und zu g\u00fcnstigeren Tarifen gro\u00dfe aufgeblasene Reifen und Schnorchel-Equipment ausleihen. Dort angekommen, machten wir uns zuerst einmal mit Flossen, Schwimmweste, Schnorchel + Brille \u201eseet\u00fcchtig\u201c. Im kristallklaren Wasser (so hei\u00dft Xel-H\u00e1 in maya) tummeln sich vielfarbene Tropenfische, majest\u00e4tisch dahin schwebenden Rochen und an Land trifft man st\u00e4ndig Iguanas in allen Gr\u00f6\u00dfen und Farben. Durch die vielen Besucher sind die Fische zum Teil ziemlich zutraulich geworden und man kann f\u00f6rmlich mit ihnen um die Wette schwimmen, da sie teilweise in riesigen Schw\u00e4rmen auftauchen. Nachdem wir uns noch der unangenehm dr\u00fcckenden Schwimmweste entledigt hatten machte das so richtig Spa\u00df. Da wir All-Inclusive-Tickets hatten war auch das Mittagessen im Preis enthalten, weshalb wir es uns im \u201eCaribeno\u201c mit Shrimp-Cocktail und einer Seafood-Platte richtig gutgehen lie\u00dfen. Ein \u00fcbereifriger Kellner versch\u00fcttete beim Servieren<br \/>\neinige Getr\u00e4nke auf unseren Tisch, was bei Ralfs Kamera eine \u00e4u\u00dferst allergische Reaktion hervorrief. Rien ne va plus! Ein Ausfall f\u00fcr den Rest des Urlaubs plus Verlust der gemachten Aufnahmen w\u00e4re nat\u00fcrlich schon sehr \u00e4rgerlich gewesen. Wir verklickerten dieses Problem dem Kellner und auch dem Restaurant-Chef und diese wussten zun\u00e4chst nicht, was sie tun sollten. Zum Gl\u00fcck fanden sie aber im Park einen Experten der die Kamera wieder fit machte und wir konnten bei einer Pina Colada auf den weiteren Urlaub ansto\u00dfen. Wir besorgten uns nun zwei aufgeblasenen Reifen und befuhren mit ihnen den Rio Xel-H\u00e1, laut Prospekt ein unvergessliches Erlebnis. Das Erlebnis hielt sich in Grenzen, selbst wenn sich Ralf noch als Acapulco-Klippenspringer versuchte. Frisch geduscht gab es noch einige Drinks an der Bar, Eis und Hot Dogs, denn schlie\u00dflich musste das All-Inclusive-Ticket ausgiebig ausgenutzt werden. Zur\u00fcck am Highway kam auch schon prompt ein Collectivo vorbei, das uns zur\u00fcck nach Playa del Carmen brachte. Das Abendessen gab es im \u201eAjuia\u201c.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>Obwohl wir ja in Xel-H\u00e1 genug im Wasser waren, wurde auch der <strong>21. Oktober<\/strong> ein Strandtag. Kurz vor 10.00 Uhr im El Tucan Beach Club angekommen, war gleich wieder Ern\u00fcchterung angesagt, denn alle Sonnenschirme waren weg. Neben unseren Liegen standen aber zweimal zwei unbelegte Liegen mit jeweils einem Sonnenschirm, jedoch keiner Menschenseele weit &amp; breit die dazu geh\u00f6rte. Der &#8222;Schirmw\u00e4chter&#8220; erkl\u00e4rte, dass diese von zwei M\u00e4dels quasi reserviert wurden und er \u00c4rger bekommen w\u00fcrde, sollte er die Schirme weggeben. Nach einer Stunde hatte sich noch nichts getan, was uns m\u00e4chtig wurmte, denn ohne Schirm war die Sonne halt teilweise doch sehr heftig. Guter Rat war nun teuer, nach kurzer Beratung griffen wir aber zur Selbsthilfe und schnappten uns einen der beiden Schirme. \u00dcber eine weitere Stunde sp\u00e4ter kamen dann die beiden \u201eBesetzerinnen\u201c und mussten sich eben mit dem \u00fcbriggebliebenen Schirm begn\u00fcgen. Fast peinlich waren es doch wohl zwei Deutsche (zumindest die Bild-Zeitung deutete darauf hin). Nicht auszudenken wie das in der Hauptsaison abl\u00e4uft. Nach zehn Tagen mexikanischer K\u00fcche war die erste Begeisterung \u00fcber Salsa, Tacos, Enchilladas &amp; Tortilla verschwunden. Die Sch\u00e4rfe mancher Gerichte \u00fcberfordert schlichtweg den durchschnittlichen europ\u00e4ischen Gaumen und unsere Verdauungssysteme meldeten auch schon die ersten Warnzeichen. Um mal wieder auf einen anderen Geschmack zu kommen, gab es deshalb an diesem Abend im \u201eDa Fofo\u201c Pasta \u00e1 la Italiana.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>Um nochmal sch\u00f6n shoppen gehen zu k\u00f6nnen, ging es am <strong>22. Oktober<\/strong> ein zweites Mal nach Canc\u00fan. Bevor wir weiter zur Zona Hotelera fuhren, gab es zun\u00e4chst einmal prophylaktisch eine Banane als zweites Fr\u00fchst\u00fcck. In der Plaza Kukulc\u00e1n wurde eine Ausstellung deutscher Autohersteller und passend dazu eine mexikanische Kleinausgabe des Oktoberfestes veranstaltet. Wir erg\u00e4nzten unsere Garderobe und schauten noch bei der Plaza La Isla, der Plaza Flamingo und beim Hard Rock Caf\u00e9 Canc\u00fan vorbei. Als kleines Mittagsh\u00e4ppchen g\u00f6nnten wir uns bei Domino\u2019s Pizza eine Pizza f\u00fcr sage und schreibe rund 30 DM !!! Nur ein Beispiel f\u00fcr das gehobene Preisniveau an der Riviera Maya. Eine weitere prophylaktische Banane und mit dem Riviera-Bus wieder zur\u00fcck nach Playa del Carmen. Da so langsam die Geldreserven zur Neige gingen, war bei jeglichen finanziellen Transaktionen vor allem das Eurocard-Symbol willkommen. Aufgrund dieser Zwangslage waren wir zum Abendessen im \u201eLas Mananitas\u201c bestens aufgehoben, denn dort wurde die Kreditkarte akzeptiert.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>Bevor es mit dem Abschied aus Playa del Carmen wirklich ernst wurde, g\u00f6nnten wir uns am <strong>23. Oktober<\/strong> einen letzten entspannten Strandtag. Leider auch dieses Mal ohne Schirm, doch waren wir ja nun l\u00e4ngst nicht mehr so k\u00e4sig wie am Anfang und ein rechtzeitig angezogenes T-Shirt verhindert manchmal ebenfalls Schlimmeres. In einem Supermarkt besorgten wir uns noch eine Handvoll Habanero &#8211; Chilis, durch die auch die Daheimgebliebenen einen Eindruck von der Sch\u00e4rfe des mexikanischen Essens bekamen. Im &#8222;La Parrilla&#8220; gab es nach dem ersten auch das letzte Abendessen des Urlaubs. Dort war 6. Geburstag, was einen Rabatt von 20% auf alle Speisen und jede Menge hektisch + aufgeregt durcheinander rennender Angestellte zur Folge hatte. Nach dem Essen kauften wir uns noch eine Flasche Tequilla f\u00fcr die Bar zu Hause und wollten den Abend mit einem Cocktail im &#8222;La Parrilla&#8220; ausklingen lassen. Leider waren die Angestellten dort nicht nur hektisch + aufgeregt sondern auch regelrecht genervt + gestresst, weshalb wir fast des Lokals verwiesen wurden. F\u00fcr Nur-Trinker gab es scheinbar keinen Platz, musste doch der 20%-Rabatt beim Essen durch m\u00f6glichst viel Umsatz wieder wettgemacht werden. Ein Kellner, der uns schon beim Essen bedient hatte, erkannte uns jedoch zum Gl\u00fcck und erm\u00f6glichte uns diesen abschlie\u00dfenden Drink.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span><strong>24. Oktober<\/strong>. Letzter Tag, letztes Fr\u00fchst\u00fcck! Nochmal ein abschlie\u00dfender Spaziergang \u00fcber die Quinta Avenida, zur F\u00e4hranlegestelle, zum Busbahnhof und zum Leuchtturm am Strand. Nun war Packen angesagt und f\u00fcr ein paar Minuten sah es im Zimmer recht chaotisch aus. Doch alles was rein musste fand auch seinen Platz, so dass wir frisch geduscht und fertig gepackt an der Rezeption auschecken konnten. Zur \u00dcberbr\u00fcckung der Wartezeit haben wir noch ein bischen im Internet gesurft und kurz nach 13.00 Uhr Ortszeit kam der Flughafen-Bus. Am Check Inn in Cancun hie\u00df es erst mal wieder warten, denn eine Maschine voll Passagiere braucht eben ihre Zeit bis sie abgefertigt ist. Noch kurz Karin und Martin \u201eGute Nacht\u201c gesagt, ein letzter zollfreier Einkauf und ein Hot Dog f\u00fcr die letzten Pesos und wir durften f\u00fcr den R\u00fcckflug platznehmen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>\u00dcber Florida, die Bahamas, die Bermudas, quer \u00fcber den Atlantik, Nordfrankfreich und Luxemburg ging es am Morgen des 25. Oktober zur\u00fcck nach Frankfurt. Leider war man dort noch nicht ganz auf unsere Ankunft vorbereitet, so dass wir noch ein paar Runden \u00fcber Wiesbaden drehen mussten, bevor wir landen durften. Bei Passkontrolle und Zoll ging alles glatt und auch unsere Koffer waren dieses Mal bei den ersten die auf dem Gep\u00e4ckband waren. Direkt weiter zum Fernbahnhof, von wo uns der Eurocity Tiziano nach Karlsruhe brachte. Mit dem Eilzug weiter nach Wilferdingen und das letzte St\u00fcck heim nach Bilfingen mit dem Auto.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>Welcome Home!<\/span><\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>Fazit:<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>Yucat\u00e1n ist wirklich sehenswert und rentiert die vielen Stunden im Flugzeug. Auch ohne Palenque und Tikal bekommt man mit Tul\u00fam, Cob\u00e1, Uxmal und Chich\u00e9n Itz\u00e1 einen faszinierenden Einblick in die Welt der Maya. Playa del Carmen ist daf\u00fcr eine gute Ausgangsbasis und touristisch doch noch nicht so \u201eausgepresst\u201c wie Canc\u00fan. Es gibt ausreichend Restaurants und Bars, reichlich Gelegenheit zum Shoppen und Strand + Meer sind gigantisch. Das Hotel El Tucan liegt idyllisch + ruhig und bot zusammen mit seinem Beach Club ein gutes Preis &#8211; Leistungs &#8211; Verh\u00e4ltnis. Der Oktober als Reisezeit bringt den Vorteil der Nebensaison, was vielerorts das ganz gro\u00dfen Gedr\u00e4nge erst gar nicht entstehen l\u00e4\u00dft. Die Temperaturen waren mit t\u00e4glich 30\u00b0 bis 35\u00b0 Celsius bestens und es regnete wirklich nur vereinzelt.<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>P\u00fcnktlich um 6.00 Uhr stand am Morgen\u00a0 des 10. Oktober Uri\u2019s Airport-Shuttle vor der T\u00fcr und brachte uns gewohnt zuverl\u00e4ssig zum Flughafen nach Frankfurt. W\u00e4hrend Torsten wieder Richtung K\u00f6nigsbach bzw. in Richtung Bank d\u00fcste, checkten wir ein und bekamen unsere\u00a0Bordkarten. 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